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Update - 8. Okt. 2019 Ganz traurige Nachrichten haben wir von unserem Agila. Nur innerhalb von wenigen Wochen entwickelte sich ein bösartiger Tumor und der kleine Mann musste seine jungen Flügel ausbreiten.

Agi hatte sich, dank seiner lieben Pflegemama, so toll entwickelt und hat alle herben Rückschläge auf Grund der problematischen Wachstumsschübe tapfer gemeistert. Er war eine unbeschreibliche Kämpfernatur und hatte, trotzt seines Handicaps, so viel Lebensfreude.

Lieber Agila. Du wirst immer einen besonderen Platz in unserem Herzen haben – Run Free kleiner Mann.


Update – 9. Aug. 2019 Der kleine Agi hat sich auf seiner Pflegestelle prächtig entwickelt. Mit Aquatraining, Magnetfeldtherapie, Physio und der aufopfernden Fürsorge seiner Pflegemama werden seine körperlichen Behinderungen auf Grund der Lähmung immer besser. Leider gibt es immer mal wieder Rückschritte aufgrund fiebriger Wachstumsschübe, aber Agi hat sich zu einem richtigen Kämpfer entwickelt der viel Spaß am Leben hat.

Der letzte Schub war so heftig, dass er noch nicht einmal richtig aufstehen konnte, geschweige denn richtig laufen, da die Schübe mit Knochenschmerzen einhergehen. Es wurde ein MRT durchgeführt und glücklicherweise war der Befund eines akuten Infarktes negativ. Jedoch bestätigte sich die Vermutung, dass er als Welpe einen Rückenmarkinfarkt im 6-7 Halswirbelbereich hatte und permanent geschädigt wurden. Entsprechend wird er immer eine kleine motorische Behinderung des rechten Hinterbeinchens beibehalten.

Als Agila zu uns kam war leider das Karpalgelenk und Ellenbogen seines rechten Vorderbeinchens auf Grund fehlender Behandlung bereits in einer Fehlstellung, die versteift war und trotz intensiver Therapie wird sich die Fehlstellung im Ellenbogen wohl auch nicht mehr bessern. Das Karpalgelenk ist durch Unterstützung einer Orthese gut behandelbar.

Der Bub ist jedoch schmerzfrei und lässt sich durch diese Einschränkungen nicht aufhalten. Gerade das regelmäßige Aquatraining unterstützt ihn und seine Therapie immens.

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28. Jan. 2019 Vor ein paar Monaten erreichte uns ein Hilferuf, ein halbseitig teilweise gelähmter IW-Welpe suchte dringend ein Zuhause. Wir waren gerade dabei, eine Lösung für den Süßen zu finden, da hatten die Besitzer bereits eine neue Familie gefunden.

Nun haben wir den Knirps schließlich doch in unsere Obhut übernommen. Schon die Aufzucht und rasse-entsprechende Förderung eines gesunden IW-Welpen kann durchaus unterschätzt werden; ein behinderter Welpe fordert dann noch einmal wesentlich mehr an Zeit, Aufwand und Geld.

Vor gut einer Woche ist Agi, 4 Monate alt, auf unsere Pflegestelle gezogen. Hier stellte sich nach weiteren Facharzt-Besuchen heraus: Im rechten Hinterbeinchen hat er eine Patella-Luxation, das sich mit Muskelaufbautraining wieder geben wird. Das Karpalgelenk in der rechten Vorderpfote ist leider bereits leicht versteift und hier muss man abwarten, inwieweit eine entsprechende Therapie die Versteifung lösen kann. Auf Grund dessen, dass Agis Vorderpfote taub ist, hat er eine komplette und eingerollte Fehlstellung beim Laufen entwickelt.

Die Pflegemama hat umgehend mit einer entsprechenden Therapie begonnen und wir haben ihn zeitnah von einem Neurologen komplett untersucht lassen. Neurologisch wurden nicht wirklich Defizite gefunden, was einen Rückenmarksinfarkt, wie uns zuvor mitgeteilt worden war, ausschließt. Wahrscheinlicher ist, dass er von einem der Großen getreten oder ähnliches wurde – einfach ein Unfall also.

Die guten Nachrichten sind, dass Agis Prognose dadurch deutlich positiver aussieht. Laut Diagnose wird er wohl 95% seiner Beweglichkeit zurückbekommen. Eine Versteifung rechts vorne wird eventuell bleiben, und der Pflegemama und dem Knirps stehen jetzt erst mal Monate der intensiven Behandlung vor. Nach bereits einer Woche mit vollem Programm wie Magnetfeld, Muskelaufbau, Koordinationsübungen sehen wir schon Fortschritte, die uns alle sehr positiv stimmen.

Wir haben den Kleinen in unser Patenhundprogramm aufgenommen, da er erst nach abgeschlossener und kostspieliger Therapie auf die Suche nach einem endgültigen Zuhause gehen kann. Folgeschäden in seinem späteren Leben können wir natürlich leider nicht ausschließen.

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Windhunde in Not e.V.
Frau Jutta Pfarrer-Simon (1. Vorsitzende)
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