Zum Thema ,,in Not''
Das
Prädikat „in Not“ hört sich vielleicht etwas dramatisch an. Im Prinzip
betrachten wir jeden Windhund, der sein Zuhause verliert oder verloren
hat, als einen Windhund in Not. Der Windhund, der von der Polizei
beschlagnahmt wurde, ist sicher in akuter Not; der Windhund, dessen
Besitzer in absehbarer Zeit ins Altersheim umziehen wird, ist
viel weniger „in Not“. Tatsache bleibt aber, dass für beide Hunde ein
neuer Besitzer gefunden werden muss.
Es gibt
unterschiedliche Gründe, aus denen ein Windhund sein Zuhause verliert.
Es kann sein, dass das Leben des Besitzers sich so verändert hat, dass
ihm nichts anderes übrig bleibt als für seinen Hund eine neue
Familie zu suchen: Scheidung oder Trennung,
finanzielle
Not, Arbeits- oder Wohnungswechsel, Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder
Tod des Besitzers, oder einfach Verlust des Interesses am
Hund.
Manche Windhunde müssen abgegeben
werden, weil der Besitzer Probleme mit seinem Hund bekommt: z.B. durch
Rudel-Unverträglichkeit, Aggression Menschen oder Hunden gegenüber,
Verlassensangst oder andere Verhaltensstörungen.
Für manche Windhunde kann der Verlust ihres Heims eine Katastrophe
darstellen, für andere Windhunde aber kann der Umzug in eine neue
Familie eine große Verbesserung bedeuten. Es passiert leider immer
wieder, und sogar auch immer häufiger, dass (Wind)Hunde so schlecht
gehalten werden, dass sie von der Polizei oder dem Tierschutz
beschlagnahmt werden. Solche Hunde werden uns von den Behörden
übergeben und von uns vorerst in Pflege genommen.
Zum Thema „Züchter“Es
gibt Leute, die der Meinung sind, abzugebende Windhunde sollten
prinzipiell zum Züchter zurück statt von uns vermittelt zu werden.
Verantwortungsvolle Züchter bieten das auch eigentlich immer an.
Manchmal sehen diese aber Probleme bei der Integration eines
Familienhundes in das bestehende Rudel. Sie wenden sich dann häufig an
uns, weil sie wissen, dass der Hund bei uns bessere Chancen hat, wieder
eine Familie zu finden. Gerade deswegen wollen Abgebende oft ihren Hund
lieber durch uns vermitteln lassen.
Grundsätzlich sollten die Züchter auch wissen, dass und wohin wir ihren Hund vermittelt haben.