Xanthé und das Telefongespräch



Xanthe 1.jpg
Ich heiße Xanthé, bin ein Saluki-Rüde und 9 Jahre jung. Habe bis vor kurzem in Belgien gelebt, dort war ich aber in schlechter Haltung und musste so wegziehen.
Der Verein „Windhunde in Not e.V.“ suchte ein neues Zuhause für mich und so meldete sich ein Herr, der zuvor Herrchen eines Sloughis und eines Afghanen war, bis diese durch Krankheit verstarben. Ob das wohl mein neues Herrchen werden würde???

Am 14.10.2006 gleich um 6 Uhr morgens war es dann soweit. Nach viermaligem Umsteigen, mehrere nette Menschen waren bereit, mich in Richtung Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) zu fahren, war meine Reise abends um 21 Uhr beendet.
xanthé 3.jpg

Nach einem ausführlichen Rundgang mit meinem neuen Herrchen in der neuen Heimat habe ich zugleich die Couch meiner neuen Eltern in Beschlag benommen. Uiihh, war das schön! Und dann zeigte mein neues Frauchen mir noch ein eigens für mich hergerichtetes Schlafplätzchen! Doch vorerst fand ich die Couch doch gemütlicher…

Zugleich zeigte ich, was ich alles so drauf hatte: Türen aufmachen zum Beispiel und noch viel besser: Wurst vom Tisch stibitzen…Mittlerweile kann ich mich aber ganz gut benehmen, aber damals halt noch nicht. Ich ließ mich sehr ungern anfassen und war zu anderen Menschen und Hunden doch wohl sehr aggressiv. Ich glaube, ich habe es meinen neuen Eltern nicht leicht gemacht und so riefen die Beiden völlig verzweifelt wieder bei „Windhunde in Not e. V.“ an. Man war sich einig, dass wir es noch ein paar Wochen versuchen sollten, sonst müsste ich doch wieder zurück!

Ich, Xanthé, habe mir da gedacht: So nicht!!! Ich werde mich ganz bestimmt bessern!!! Versprochen!

Ganz schnell wurde ich ein vernünftiger Mitbewohner und ließ mich streicheln und war ganz ruhig. Nur wenn Fremde zu uns kommen, muß ich natürlich bellen. Schließlich muß ich ja aufpassen!!! Aber auch in diesen Situationen werde ich immer ruhiger, nur zu anderen Hunden bin ich noch etwas unfreundlich.

Die Züchterin der Afghanen hatte meinem Herrchen den Vorschlag gemacht, ein Halti zu besorgen und es so mit mir zu versuchen. Ich mag es nicht, gewöhne mich aber wohl oder übel. Jedenfalls bin ich jetzt ein lieber Xanthé und wenn ich Hunde sehe, hole ich mal kurz Luft. Herrchen spricht mir dann gut zu und es ist für mich dann alles in Ordnung. Ich vergesse einfach das Bellen.

Xanthé4.jpg
Von meinem Frauchen bekomme ich gut zu Essen und zu Trinken, hab schon an Gewicht zugenommen und abends gehe ich immer zu ihr, dann rede ich in meiner Sprache zu ihr bis ich ein Leckerchen bekomme. Danach gehen wir alle schlafen und ich darf am Fußende im Bett von Frauchen und Herrchen liegen…

Ich glaube, Herrchen und Frauchen sind mit mir zufrieden. Sie sagen: Einmal Windhund, immer Windhund! Ich, der Xanthé, denke, doch ein gutes Zuhause gefunden zu haben…


Grüße an alle,
Xanthé mit Frauchen und Herrchen


(c)2008 Windhunde in Not e.V.
info@windhunde-in-not.org