Tiffany
Immer wieder war ich auf verschiedenen Internetseiten
auf der Suche nach einem zweiten Schätzeli für meinen über alles geliebten Solo (Galgo von der
Auffangstation new graceland). Bei jedem Hund, den ich sah, gab es ein, ich weiß
nicht!!! Doch dann sah ich Humpelbeinchen Tiffany. Sie war auf
den ersten Blick mein Schätzeli und alles an ihr stimmte. Ich wollte auf jeden Fall keinen Hund aus
einer Zucht und als ich ihr Schicksal las, war sie bereits schon mein! :-) Ich telefonierte und beeilte mich sehr, da ich um die
kleine Maus kämpfen wollte. Es war Frau Westhoff mit der ich
telefonierte. Ich erzählte etwas von unserem Leben und meinem grossen Interesse an Tiffany. Frau Westhoff sagte, ich sei die erste Interessentin
und gab mir soweit grünes Licht, sie war wirklich sehr, sehr freundlich! Da Tiffany in dieser Zeit erst bei mehreren Ärzten vorgestellt
wurde, telefonierte ich viele Male mit Frau Karas. Auch sie sprach mir von
Anfang an Tiffany zu und hatte volles Vertrauen. Nicht unbedingt selbstverständlich,
da ich in der Schweiz wohne! Schlussendlich organisierten wir unser erstes gemeinsames Treffen und
ich
hatte bereits Tage davor schlaflose Nächte und freute
mich riesig. Als ich am Bahnhof ein hübsches kleines Hundchen
mit angewinkeltem Beinchen sah, wusste ich, das ist meine Tiffany. Der Kontakt
mit Frau Karas freute mich sehr und auch Tiffany übertraf all meine Erwartungen. Wir fuhren mit dem ICE-Zug in die Schweiz, alles verlief bestens,
(ich war überglücklich). Als wir ankamen, wartete bereits meine beste Freundin
mit Solo (meinem Windhund) und meiner Tochter Samira im Wald. Ich
organisierte an einem neutralen Ort das erste Aufeinandertreffen, da ich nicht
genau wusste, wie Solo auf Tiffany reagieren würde. Siehe da,
es lief wunderbar und ich denke, es war für alle Liebe auf den ersten Blick. :-)

Tiffany kam in unsere Wohnung und fühlte sich vom
ersten Moment an wie zu Hause. Der Alltag mit ihr und die Verträglichkeit
untereinander ist wunderbar. Auch mit meinen drei Katzen, Solo und meiner kleinen Tochter gibt es null
Probleme. Sie ist eine freche Maus und die Welt gehört ihr.
Wenn es einen Knochen gibt und Solo langsam und mit Genuss am kauen ist, kommt sie
angefegt und schnappt ihm den Knochen aus dem Maul, Solo hat dann nichts mehr zu
sagen :-) Wenn wir spazieren gehen, zieht sie an der Leine, wie
eine Verrückte (man könnte ja was verpassen) und Solo hat
keine Chance und genehmigt ihr immer den Vortritt! Wenn ein anderer Hund gesichtet wird, wird noch etwas
mehr an der Leine gezogen und dann wird einfach mal laut drauflos gebellt, egal,
ob der andere Hund 10cm oder 2m gross ist, Tiffany kennt keine Scheu :-) Gestern zum Beispiel, sass meine tochter vor dem TV
und knabberte an einem Stück Pizza. Eine Sekunde der Blick nicht bei der Pizza und Kschwupp, wer kommt
angerast und schnappt ihr die Pizza weg, Tiffany! Es ist sehr schwierig, die Kleine zu bändigen, aber es
ist ja eher lustig als dramatisch. Wenigstens konnte ich ihr bisher das Sitz
machen lehren, immerhin etwas. :-) Da meine Hundetrainerin zur Zeit total ausgebucht
ist, müssen wir noch etwas Geduld haben.

Auch Solo hat sich so in sie verliebt. Ich denke,
wenn sie nicht mehr wäre, würde ihm etwas fehlen. Etwa drei mal am Tag spielen sie fangen miteinander und
turteln rum. Solo ist so zärtlich und begibt sich beim Spielen auf ihre Höhe.
Sie knabbern sich gegenseitig an den Ohren bis fast keine mehr dran sind und ich
könnte stundenlang zuschauen, sie sind wirklich allerliebst
miteinander und ergänzen sich prächtig. Ich liebe sie wirklich sehr sehr sehr. Ich hoffe mein Humpelbeinchen wird ein langes
Leben bei uns haben, denn wir könnten sie uns alle nicht mehr wegdenken!!! Sie ist einmalig und einfach soo zuckersüss. Es ist eine Bereicherung für meine Tochter und mich, so wunderbare Tiere zu haben, wir lieben sie alle abgöttlich.
Bezüglich Tiffanys Beinchen und nach vielen
Untersuchungen, sind WiN und ich uns letztendlich einig, alles so zu lassen wie es
nun ist. Die Ärzte gaben ihr/uns drei Optionen:
- Tiffany müsste ein lebenlang Physiotherapie haben, kombiniert mit einer
Schiene. Bei dieser Therapie ist eher mit einem Misserfolg zu
rechnen.
- Panarthrodese (Beinchen versteifen mit einer operativen Schiene) ist eine Möglichkeit, das Bein in anatomisch korrekte Position zu halten. Jedoch ist durch die Schädigung der Nerven
die Gefahr vorhanden, dass Tiffany sich neue Verletzungen am Bein zuzieht,
da sie kein Schmerzempfinden mehr hat.
- Amputation, dazu besteht im moment keine
Notwendigkeit
Ich hatte die Idee für Tiffany und kaufte viele
Kinder-Antirutschsöckchen, nähte diese um und versetzte sie mit Klettverschlüssen. Daheim in der Wohnung trägt sie nichts und wenn wir gassi gehen, ziehen wir ihn ihr
über und endlich ist sie frei von offenen Wunden. Was ich noch erwähnen wollte, seit dem 8.8.08 ist Tiffy läufig. Ihre Läufigkeit ist so unproblematisch (was ich nicht
dachte), dass ich mich entschieden habe, sie nicht sterilisieren zu lassen.
Danke, dass sie geboren
wurde.....