Als Henry kennen Sie ihn vielleicht aus der Vermittlung (2006). Er saß zwei Jahre auf einem Pflegeplatz und wartete auf seine neuen Menschen. Irgendwann kommt für jeden Hund der wahre Fan. So auch für Henry ….

Update am 11.10.2007

Marlowe

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Hier sind ein paar Fotos von Marlowe (und Tilly). Nach vier Wochen mit ihm können wir eigentlich (fast) nur Gutes berichten. Mit Tilly hat er sich sehr schnell angefreundet - sie rennen zusammen den Bällen hinterher. Das heißt, Tilly rennt hinter dem Ball her, und Marlowe rennt hinter Tilly her - als echter Gentleman überlässt er ihr jedoch den Ball. Ich glaube, die Highlights waren für ihn bislang unsere Ausflüge an die Küste - er genießt es sichtlich, frei herumlaufen und neues Terrain erkunden zu können. Wir lassen ihn jetzt manchmal von der Leine, und er hört schon ganz gut auf seinen (neuen) Namen. Überhaupt hat er ziemlich schnell gelernt, was er im Haus darf und was nicht. Unser Kater ist ihm allerdings noch etwas suspekt - zuweilen knurrt oder schnappt er noch, wenn Salem ihm zu nahe kommt, ist aber schon erheblich toleranter geworden. Wir hatten anfangs etwas Probleme, weil er nicht richtig fressen wollte. Seit wir ihm aber etwas in Wasser aufgelöste Leberwurst (ein Tipp unserer Tierärztin) unter das Futter mischen, scheint er seinen Appetit wieder gefunden zu haben.

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Das Alleinbleiben (bislang maximal zwei Stunden) klappt inzwischen auch ganz gut. Er guckt zwar immer sehr besorgt, wenn wir weggehen, aber destruktiv ist er nicht. Nur einmal hat er die Jalousie heruntergerissen, weil er wohl gedacht hat, er könnte das Fenster aufmachen. Er kommt auch mit (fast) allen Hunden in der Nachbarschaft gut aus - nur manchmal scheint er (aus mir nicht ersichtlichen Gründen) eine Abneigung gegen einzelne Hunde (Rüden?) zu entwickeln - vielleicht hat das mit vergangenen Erfahrungen zu tun? Ebenso mit Männern: Während er die meisten Menschen Schwanz wedelnd begrüßt, gibt es einige Männer, denen er ausweicht bzw. zuweilen auch anknurrt. Vor allem drinnen (z.B. in Cafés) scheint er etwas unsicher zu sein und reagiert dann zuweilen defensiv. Ich hoffe aber, dass sich das mit der Zeit gibt, wenn er mehr gute Erfahrungen (insbesondere mit Männern) macht.
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Ein weiteres Berichtchen von Marlowe's neuer Familie...


Marlowe hat sich zu einem wirklich tollen Hund entwickelt. Die anfänglichen
Schwierigkeiten (dass er z. B. unseren Kater angeknurrt hat) sind fast alle
verschwunden. Ich hatte anfangs den Eindruck, dass er draußen ein recht
aufgeschlossener Hund war, im Haus jedoch etwas unsicher - und aus dieser
Unsicherheit heraus zuweilen geknurrt oder geschnappt hat. Er wollte z. B.
auch nicht aufs Sofa kommen, obwohl wir es ihm erlaubt hätten. Das alles hat
sich inzwischen geändert (wie die angehängten Fotos von Marlowe in seinem
Lieblingssessel zeigen). Unserem Kater gegenüber ist er inzwischen auch sehr
tolerant - selbst wenn Salem an Marlowes Bett vorbeischlendert oder in
seinen Futternapf schaut. Wenn er Salem längere Zeit nicht gesehen hat, wird
der Kater auch schon mal abgeschleckt - was diesem gar nicht behagt. Marlowe
kann inzwischen auch mehrere Stunden allein bleiben (in Gesellschaft von
Tilly). Er guckt dann zwar etwas unglücklich, aber destruktiv war er nie. Es
ist allerdings immer noch so, dass er sich weigert, z. B. ins Badezimmer zu
gehen - ich vermute, dass er da schlechte Erfahrungen gemacht hat,
vielleicht eingesperrt wurde.

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Tilly und Marlowe sind inzwischen ein Herz und eine Seele. Sie rennen zusammen den Bällen hinterher - wobei Marlowe jedoch schnell gelernt hat, Tilly den Ball zu überlassen. Sie hat von Anfang an alles bereitwillig mit ihm geteilt, aber wenn es um ihren rosa Ball geht, ist mit ihr nicht zu spaßen. Marlowe versteht sich auch mit anderen Hunden - allerdings nicht mit
allen. Kleinere Hunde sind meistens okay, Hündinnen auch. Mit anderen Rüden gibt es manchmal Probleme - vor allem, wenn sie Tilly beschnuppern...
 
Fremden Menschen begegnet er nach wie vor vorsichtig, bei Männern knurrt er manchmal noch (allerdings längst nicht mehr so oft wie am Anfang). Wenn er Menschen aber erst einmal kennt, kennt seine Begeisterung keine Grenzen.
Kleine Kinder mag er besonders gerne (obwohl man ihn da etwas zügeln muss,
damit die Begrüßung nicht zu stürmisch ausfällt) und lässt sich z. B. von
der vierjährigen Tochter unserer Nachbarn geduldig bürsten. Auch sonst ist
er in der Nachbarschaft sehr beliebt - kaum jemand kann verstehen, warum
dieser freundliche Hund so lange auf ein Zuhause warten musste.
 
Wir geben Marlowe jeden Tag eine halbe Fortekor-Tablette. Bei der letzten
Untersuchtung durch unsere Tierärztin (die jetzt allerdings schon eine Weile
zurückliegt) meinte diese, dass seine Herzgeräusche kaum bemerkbar wären.
Anfang nächsten Jahres wollen wir ihn noch einmal von einem Spezialisten
untersuchen lassen, um festzustellen, ob sich seine Herzkrankheit
verschlimmert hat.

Soweit die Neuigkeiten aus Ratzeburg,

viele liebe Grüße von Familie Salt mit Tilly und Marlowe

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