Luna I

Luna war Anfang des Jahres 2008 bei "Glück gesucht" auf der Suche nach einem neuen Zuhause, in dem sie ihren Lebensabend verbringen darf. Nun ein Berichtchen ihres glücklichen Rudelführers...


„Der Kreis schließt sich“

Tja, wo soll ich anfangen?
Eigentlich wollte ich erst einmal eine „Hundepause“ einlegen. Denn ich habe in den letzten 1 1/2 Jahren alle meine Hunde verloren.

Im September 2006 starb meine 11jährige Retriever (Renntriever) – Hündin „Cindy“. Im Dezember 2007 folgte ihr eine 13jährige Galga mit Namen „Chunga“. Diese Hündin konnte ich 2 Jahre zuvor vor dem Tierheim bewahren. Zu dieser Zeit etwa wurde ich dann auch Mitglied bei WiN. Die Galga hat dann noch zwei mit Sicherheit wunderschöne Jahre bei mir verbracht. Im März 2008 verstarb dann meine erste Saluki-Hündin „Kimba“ im Alter von nur 11 Jahren. Da hatte ich das Gefühl „mir zieht`s den Boden unter den Füßen weg“.

Eben diese Hündin „Kimba“ war . . . . . . . . . . . . . .eine Wurfschwester von „Luna“!!!

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Als ich erfuhr, dass Luna ein neues Zuhause sucht war meine erste Reaktion: Nicht diese Hündin! Ich dachte, ich würde durch die Verwandtschaft und das zum Verwechseln ähnliche Äußere zu sehr an Kimba erinnert. Lange musste ich überlegen ob ich das „kann“. Auch wollte ich eigentlich nicht so schnell wieder einen „so alten“ Hund aufnehmen.
Denn bei einer 11jährigen Hündin weiß man im Vorfeld, dass sie nur noch relativ wenig Zeit haben wird. Und Trennungsschmerz hatte ich in letzter Zeit genug.
Aber da kann Luna ja schließlich nichts dafür. Auch erinnerte ich mich daran, dass Luna schon als Welpe eigentlich zu mir wollte. Als ich mir die Zuchtstätte damals ansah, war Kimba die Einzige die noch „frei“ war. Doch sie lag auf einer Couch und guckte nach dem Motto: Lasst mich bloß alle in Ruhe. Luna hingegen kam andauernd zu mir und war sehr verschmust. Doch sie war ja schon von jemand anderem ausgesucht worden.

Als die Zeit dann drängte, (für Luna musste bis Ende April 2008 „eine Lösung“ gefunden werden) fasste ich mir ein Herz. Ich glaube es war für mich insgeheim schon viel früher klar, dass ich sie nehmen würde. Denn ich begann bereits, mich nach einem zweiten Hund umzusehen. Da ich schon vorher einmal diese Kombination Saluki/Galgo hatte und damit sehr glücklich war, suchte ich gezielt nach einem jüngeren Rüden. Den fand ich in Colin. . . . . . . . . .  gesehen und schlicht und einfach darin verliebt.

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Am Freitag vor Pfingsten fuhr ich dann nach Hamburg um Luna abzuholen. Sie wurde am Tag zuvor aus der Nähe von München dorthin gebracht. Als ich sie nach 11 Jahren zum ersten Mal sah war ich geschockt! 29 Kilo für eine Salukia normaler Größe fand ich schlicht unglaublich. Auch war sie entgegen den Informationen der Vorbesitzer anderen Hunden gegenüber alles andere als freundlich. Die ganze Sache entwickelte sich anscheinend zu einer echten Herausforderung. Am Samstag war mir aber schon klar, daß Luna im Grunde ein toller Hund ist. Sie war zwar anderen Hunden gegenüber durchaus aggressiv, doch sie reagierte sofort auf Kommandos und beruhigte sich schnell wieder.
Darauf ließ sich immerhin aufbauen. Außerdem bekam ich schnell den Eindruck, dass ihr Verhalten fremden Hunden gegenüber eigentlich nur auf Unsicherheit beruhte.
Am Sonntag fuhr ich dann mit ihr zurück und machte Station in Hannover um sie mit dem Galgo „bekannt zu machen“. Was dann passierte, überraschte selbst mich. Luna war „lammfromm“! Ich bin fest davon überzeugt: Die Hunde (insbesondere Luna) wussten, worum es geht.
Den Galgo konnte ich dann auch gleich mitnehmen, denn es war mir sehr wichtig, dass die Hunde beide „zusammen“ ihr neues Heim betreten.
Hätte ich den Rüden erst (wie ursprünglich geplant) einen Tag später bekommen, hätte ich mit Luna noch eine Nacht auf meinem Grundstück im Wohnmobil verbracht
und sie nicht ins Haus gelassen bis der Rüde da ist. Diese „Mühe“ konnte ich mir zum Glück sparen.

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Heute muss ich sagen dass diese beiden ein absolutes Spitzenteam bilden. Es harmoniert wirklich von der ersten Minute an perfekt. Lunas Aggressionen sind längst nicht mehr so schlimm. Da trägt natürlich auch der superfreundliche Galgo seinen Teil dazu bei. Auch hat Luna anscheinend das Spielen, Laufen und Toben neu entdeckt. Sie fordert öfter zum Spielen auf als der Rüde. Ich habe das Gefühl, sie startet noch einmal durch für ein neues Leben mit uns. 4 Kilo abgenommen haben wir übrigens auch schon und mittlerweile kann man so etwas wie eine Taille erkennen. ;-)

Wie am Anfang schon erwähnt: Der Kreis schließt sich. Luna und ich haben doch noch zueinander gefunden. Leider hat es ein ganzes Hundeleben gedauert.
Doch ich hoffe, dass wir noch ein paar schöne gemeinsame Jahre haben werden.

Glückliche Grüsse, Stefan mit Luna und Colin

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Nachtrag

Das ist Luna heute. (15.7.2008)
Aus einem „29-Kilo-Pummelchen“ wurde in knapp 10 Wochen eine „24-Kilo-Elfe“. ;-)
Sie scheint ihr Leben zu genießen und macht einen sehr glücklichen Eindruck. (genau wie „Vati“) . . .  ;-)

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