Die damals 4 Jahre alte Grey-Dame  war von ihrer Züchterin zurückgeholt worden (2002). Annabel fand das ja auch ganz in Ordnung - nicht so das dort ansässige Rudel. Die Grey-Hündinnen attackierten die Heimgekehrte so heftig, dass sie auf einem Pflegeplatz untergebracht werden musste. Und dann kam die Anfrage an uns: wisst Ihr einen guten Platz für Annabel?
Wenig später rief uns eine nette und tierliebende Dame an. Sie wollte wissen, ob wir uns vorstellen könnten, einen Windhund in eine Familie mit einer netter Mischlingshündin, einem Papagei und  einem echter Feldhasen (!) zu geben. Grosses Risiko - aber Annabels Züchterin war mutig und wagte den Versuch! Hier ihre Geschichte:

Annabel, eine Grey-Hündin mit Hase und Papagei

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Als wir im Jahr 2002 über einen Zweithund nachdachten, kam mir mehr und mehr ein Whippet in den Sinn. Nachdem mein Mann dann auch noch sein Okay gab, wollte ich mich erst einmal erkundigen, ob es überhaupt möglich sei, solch einen Hund bei uns zu integrieren. Denn neben unserer Mischlingshündin Luka leben noch unser Feldhase (ein von Hand aufgezogenes Findelkind von Luka) und eine Venezuela-Amazone bei uns.

Da es ein Windhund in Not werden sollte, nahm ich Kontakt mit WiN auf. Frau Karas hat mich sehr nett beraten und sich auch viel Zeit genommen. Bei meiner Frage nach einem Whippet verneinte sie, aber sie meinte, sie habe da zur Zeit eine sehr nette vierjährige Grey-Hündin in der Vermittlung, die eventuell zu uns passen könnte. Also rief ich die Dame an, bei der die Hündin zur Pflege weilte. Nach einem sehr ausgiebigen Telefonat verabredeten wir uns sonntags darauf auf dem Rennbahngelände, wo wir unsere Annabel schließlich kennen lernten. Der Hund präsentierte sich von einer derart liebenswerten Seite, dass wir ihn ohne Zögern nach zwei Stunden mit nach Hause nahmen.

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An sich hatten wir Annabel langsam und dosiert mit Findus - unserem Hasen - bekannt machen wollen. Aber irgendwie hat sie das direkt am 1. Tag selbst in die Pfoten genommen. Während ich mich im Schlafzimmer umzog, ging Annabel ins Zimmer nebenan - und erschrak fürchterlich! Da steht nämlich Findus' Käfig, und der Hase erschrak sich dermaßen beim Anblick des für ihn fremden Hundes, dass auch Annabel direkt wieder einen Satz rückwärts aus dem Zimmer raus machte. Aber das war der Beginn einer im Laufe der Zeit sehr positiven Annäherung zwischen Grey und Hase.
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Dieses Jahr werden es 5 Jahre, die Annabel bei uns lebt, und ich möchte diesen wunderbaren Hund nicht mehr missen. Selbst wenn unser Hase außerhalb des Käfigs sitzt, geht sie ruhig und gelassen an ihm vorbei, wenn er abends seine wilden Flitzerunden im Zimmer dreht, bleibt sie ruhig liegen und hebt nicht mal mehr den Kopf.
Draußen läuft Annabel sehr viel frei. Sie hatte direkt vom ersten Tag an eine enge Bindung zu mir aufgebaut, so dass sie sich gut abrufen lässt und auch sonst ein sehr angenehmer Begleiter im täglichen Leben ist.

Inzwischen ist noch eine Whippet-Hündin dazu gekommen. Findus hat sich langsam auch an sie gewöhnt. Jetzt hat Annabel draußen eine Gefährtin beim Rennen. Und drinnen kuschelt sie weiter mit Luka.


Susanne mit den Hundemädels und dem Rest vom Zoo

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